cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe
Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 21 20 Auch wenn wir den Produkten der KRUG Gruppe fast täglich begegnen, sind sie alles andere als alltäglich. Bis ein solches Bauteil entwickelt, produziert und verbaut ist, sind zahlreiche Stationen und viele Hände notwendig. Wir haben mit Jochen Krug, dem Geschäftsführer der KRUG Kunst- stofftechnik über Prototypen, Serienfertigung und alles, was dazwischenliegt, gesprochen. Herr Krug, was ist im Prozess der erste Schritt? Kommt der Kunde mit einer Idee zu Ihnen und sagt: „Macht mal irgendwie!“? Nein, das ist eine absolute Ausnahme. In der Regel wissen unsere Kunden sehr genau, was sie wollen und wie das Bauteil aussehen soll. Wenn es um neue Produkte geht, hat der Kunde meist schon eine Zeichnung oder eine Konstruktion in der Tasche. Das ist dann unsere Basis für alle weiteren Schritte. Wir müssen dabei immer bedenken, dass der Kunde vom Bauteil kommt, von seiner Funktion – dieses und jenes muss das Bauteil können oder erfüllen. Wir denken aus dem Werkzeug heraus: Wie muss das Werkzeug aussehen, damit es dieses Bauteil mit seinen Funktionen fertigen kann? Der Kunde und wir stehen also quasi auf zwei unterschiedlichen Seiten und wir müssen gemeinsam zu einem Ergebnis kommen. Im Endeffekt wollen wir das Gleiche – das perfekte Bauteil. Damit das gelingt, verarbeiten wir ein breites Spektrum an Kunststoffgranulaten von Standardwerkstoffen über Blends bis hin zu anspruchsvollen Hochtemperatur-Thermoplasten. Die richtigen Verfahren bieten wir natürlich auch: Spritzguss- maschinen im Schließkraftbereich von 250 kN bis 13.000 kN, 2K PU-Vergussanlagen, MuCell ® , Gasinnendruck, Hybridtech- nologie und vieles mehr. VON DER IDEE ZUM FERTIGEN BAUTEIL. Step by Step zur Serie. Die Planung steht an erster Stelle im Prozess. Wie geht’s dann weiter? Es folgt die eigentliche Entwicklung. Unsere Designer und Techniker setzen die Datensätze um. Es geht darum, einen Prototypen herzustellen. Für manche Bauteile werden Ver- suchswerkzeuge aus Aluminium oder Stahl erstellt. Ein quali- tativ hochwertiges Werkzeug ist das A und O. Hier kommt es auf unbedingte Präzision an, damit die Kunststoffteile später auch passgenau eingebaut werden können und ihre Funktion zuverlässig erfüllen können. Der Prototyp dient nicht nur als Anschauungsmodell, sondern er ist schon voll einsatzfähig. In dieser Phase wird getestet und optimiert. Optimiert? Ist das Bauteil nicht sofort fertig? Laufende Optimierungen gehören zum Fertigungsprozess. Das ist normal. Im Automobilbereich beispielsweise werden die neuen Bauteile umfangreichen Klima- und Schütteltests unterworfen. Bei einem neuen Bauteil gibt es ja noch keine Erfahrungswerte. In diesem Entwicklungsabschnitt arbeiten wir eng mit dem Kunden zusammen – er übermittelt uns die Ergebnisse und wir optimieren dann das Bauteil. Und das geht so lange, bis alle zufrieden und alle Tests bestanden sind. Erst dann geht’s in die Serienfertigung. Aber auch dann kann bei Bedarf selbstverständlich noch das ein oder andere verändert werden; häufig fließen in der Serie weitere Kundenänderungen ein. Von der ersten Zeichnung bis zur Serie – wie viele Mitarbeiter sind an einem Werkstück beteiligt? Das hängt natürlich vom Bauteil ab. Aber an jedem Teil sind Techniker, das Projektmanagement, Werkzeugkonstrukteure, Präzision und Qualität sind ausschlaggebend für den Entwicklungsprozess bei der KRUG Gruppe.
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