cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 19 18 So viel wie nötig, so wenig wie möglich: Prozessoptimierung wird bei KRUG großgeschrieben. Welche Wege führen aus diesem Dilemma? Der Großteil der Kunststoffabfälle gelangt über Flüsse in Asien in die Umwelt. So wird geschätzt, dass allein der Jangtse jährlich 330.000 t Kunststoff ins Ostchinesische Meer spült. Tatsächlich wurden bis 2018 noch erhebliche Anteile auch des deutschen Kunststoffmülls nach China exportiert, um ihn dort einer Verwertung zuzuführen, die so aber nicht immer umge- setzt wurde. Auch heute finden noch immer Ströme deutscher Kunststoffabfälle den Weg ins Ausland, auch nach Ost- und Südeuropa, wo die Entsorgung teilweise nicht den deutschen Standards entspricht. Tatsächlich wird sich die Akzeptanz für Kunststoffe – im Kern also Verpackungskunststoffe mit ihrer übergreifenden Wirkung auf alle Kunststoffe – daher nur wieder steigern lassen, wenn sich deren Eintrag in die Umwelt sichtbar vermeiden lässt. Um unsere nationale Wahrnehmung zu verändern, muss der Umgang mit Kunststoffabfällen daher weltweit verändert werden. Die Wege dorthin sind seit Langem bekannt und lauten Vermeiden, Wiederverwenden und ökologisch sinnvoll Recyceln. Deutschland geht diesen Weg und hat gesetzlich vorgeschrieben, Kunststoffabfall einzusammeln und anschlie- ßend zu verbrennen oder dem Recycling zuzuführen, anstatt ihn zu deponieren. Was tut KRUG? Ein primärer Ansatz bei KRUG beruht auf dem Vermeiden – nicht nur hinsichtlich des Einsatzes von Kunststoff-Rohstoffen, sondern auch von Energie und weiteren Ressourcen. Wo die technischen Anforderungen und der Kunde es erlauben, setzt KRUG Kunststofftechnik konsequent auf die Verwendung von hochwertigem Regenerat anstelle von Neuware. Zudem er- möglichen innovative Technologien wie das MuCell ® - oder das GID-Verfahren signifikante Materialeinsparungen gegenüber der konventionellen Spritzgießtechnik. Und eine Selbstver- ständlichkeit ist inzwischen das sorten- oder sogar typenreine Sammeln von Produktionsresten wie Angüssen oder Fehl- produktionen für das betriebsinterne Vermahlen zur dosierten Zurückführung in den Produktionsprozess. Wo dies nicht möglich ist, gehen diese Abfälle an vertraglich gebundene, der Umwelt verpflichtete Entsorger. Einen nachhaltigen Beitrag zum Thema Vermeiden leistet KRUG auch im direkten Dialog mit seinen Kunden. Oft können die Spezialisten von KRUG schon in frühen Phasen der Entwick- lung Möglichkeiten aufzeigen, wie sich Bauteile hinsichtlich ihrer Wanddicken und damit ihres Gewichts optimieren lassen. Über den hauseigenen Formenbau ist KRUG in der Lage, energie- und materialsparende Lösungen zu finden, und der umfangrei- che Maschinenpark im Schließkraftbereich von 250 kN bis hin zu 13.000 kN eröffnet die Möglichkeit, in der Fertigung immer auf der energieeffizientesten Maschine zu produzieren. Um die Logistik so effizient wie möglich zu gestalten, setzt KRUG auf seine Satellitenstrategie. Dabei schafft KRUG so nahe wie möglich am Werk des Kunden eine Fertigung. So entfallen lange Wege, was Ressourcen und Zeit spart. Übrigens setzt KRUG auch im Umfeld seiner Spritzgießma- schinen konsequent auf die Einsparung von Ressourcen. Die Poolfahrzeuge werden durch elektrisch angetriebene Modelle ersetzt. Auch in der Produktion wurden die Stapler von Diesel- auf Elektroantrieb umgestellt. Die interne Logistik folgt dem Prinzip des „Milkrun“ und ist daher erheblich energieeffizienter

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