cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe
Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 21 20 aufgestellt. Routenzüge transportieren die benötigten Materi- alien energiesparend dorthin, wo sie im Betrieb benötigt wer- den. Statt in Säcken werden die Rohstoffe bei KRUG in Silos und Oktabins angeliefert, die erheblich weniger Ressourcen benötigen. Der Formenbau wurde digitalisiert und der Werk- stattbereich wurde mit Bildschirmen ausgestattet. So kann auf Papierzeichnungen verzichtet werden. Außerdem sind alle Leuchtmittel in der Produktion LEDs. Und letztendlich bevor- zugt KRUG Lieferanten, die ein nach ISO 14001 zertifiziertes Umweltmanagement eingeführt haben. Kunststoff kanns Michael Weigelt, Geschäftsführer des Branchenverbands GKV/ TecPart bestätigt den zukunftsweisenden Weg, den die Firma KRUG wie auch viele andere mittelständische Unternehmen gehen. Die Begeisterung und die Innovationen werden in Deutschland im Mittelstand entwickelt. Hier entstehen Pro- dukte, die wesentlich für die Nachhaltigkeit und die dringend zu erreichenden Klimaziele sind. Die Vermischung zwischen Umwelt- und Klimaschutz muss aufhören. Menschen, die bei einem Kunststoffverarbeiter arbeiten, sollten mit dem Bewusst- sein an den Stammtischen sitzen, dass sie täglich etwas für den Klimaschutz unternehmen. Vielfältige CO 2 -Bilanzen, die zugunsten des Kunststoffproduktes ausfallen, sind Beleg dafür, leider erzeugt das keine aufwühlenden Bilder. In einer aufwendigen Aufklärungsarbeit erarbeitet der Verband gemeinsam mit seinen Mitgliedern Argumente die belegen, dass die Branche in Deutschland ihren Beitrag leistet. Mit www.kunststoffkanns.de steht eine Website zur Verfügung, auf der viele gute Beispiele stehen. Die Förderung der Kreis- laufwirtschaft in der Kunststoffverarbeitung ist wesentlicher Verbandszweck und wird durch die Fachgruppe der Compun- dierer und Recycler wesentlich unterstützt und in die Abneh- merindustrien getragen, um dort eine höhere Akzeptanz dieser Rohstoffgruppe zu erzeugen. Denn schließlich ist die Frage: Was ist nachhaltig, aus ökolo- gischer und ökonomischer Perspektive? Hier gibt es wissen- schaftlich nachweisbar viele Bereiche, in denen Kunststoffe am besten abschneiden. Die technischen Teile von KRUG wären ohne Kunststoff so nicht energieeffizient und damit klimaschonend herstellbar. Das gilt auch für viele komplexe Produkte, die wir täglich ganz selbstverständlich benutzen. Michael Weigelt Im Jahr 2018 wurden weltweit 360 Mio. t Kunststoff erzeugt und verarbeitet. Davon wurden 172 Mio. t zu Verpackungen verarbeitet. Insgesamt fielen 250 Mio. t Kunststoffabfälle an, von denen 173 Mio. t entsorgt wurden. Der Verbleib von 77 Mio. t ist unklar. Es gilt als wahrscheinlich, dass diese Mengen unkontrolliert in die Umwelt gelangen. Schätzungen gehen da- von aus, dass jährlich zwischen 8 und 13 Mio. t in den Meeren landen. Inzwischen ist die produzierte Menge auf deutlich über 400 Mio. t angestiegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 wurden täglich 95,2 Mio. Barrel Rohöl gefördert, das entspricht rund 13 Mio. t pro Tag! Für die Kunststofferzeugung werden davon aber lediglich 4 % verwendet. Das Great Pacific Garbage Patch umfasst nach Nature und National Geographic (https://www.iberdrola.com/environment/ plastic-island-in-pacific-eighth-continent) ca. 1,6 Millionen Quadratkilometer und beinhaltet rund 80.000 Tonnen Plastik- müll, was ca. 2.000 Lkw-Ladungen entspricht. Das ist deutlich zu viel, ohne Frage. 46 % oder 36.800 Tonnen sind verloren gegangene Fischernetze. Das heißt, es sind noch immer rund 1.080 Lkw-Ladungen Müll im Great Pacific Garbage Patch. GREAT PACIFIC GARBAGE PATCH 46% DER MÜLLMENGE SIND VERLOREN GEGANGENE FISCHERNETZE Müllkonzentration Kilogramm pro km 2 1,6 Millionen km 2 1,8 Trillionen Plastikteile 80.000 t Plastikmüll
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