cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 17 16 Ja, und da kommen die Uhrmacher ins Spiel. In unserer zertifizierten Uhrmachermeisterwerkstatt führen wir sämtliche Arbeiten durch. Eine mechanische Uhr sollte alle paar Jahre zur Revision, also zur Wartung. Die Uhrmacher zerlegen die Uhr, entfetten und säubern sämtliche Einzelteile, überprüfen sie auf Abnutzungsspuren und tauschen bei Bedarf Teile aus. Dann wird alles wieder zusammengebaut, Lager und Funktionsflächen werden sorgfältig geölt und gefettet. Zum Schluss erfolgt die Prüfung der Ganggenauigkeit durch eine Zeitwaage und die Kontrolle der Wasserdichtigkeit. Es ist ähnlich wie beim Auto – die richtige Pflege muss sein, damit man lange Freude daran hat. Lange Freude? In unserer Wegwerfgesellschaft? Eine hochwertige Uhr ist eben doch etwas anderes. Sie hat ei- nen hohen emotionalen Faktor. Eine teure Uhr leistet man sich ja nicht so zwischendurch. Man kauft sie sich zu besonderen Anlässen oder bekommt sie geschenkt – zur bestandenen Prüfung, zum neuen Job, zum Jubiläum. Und diese Klassiker werden oft weitergegeben. Ich hatte zum Beispiel einen Kun- den, der seine erste eigene Automatikuhr seinem Sohn zum 18. Geburtstag geschenkt hat. Ein schönes Beispiel, das auch zeigt, dass Klassiker niemals unmodern werden. Die Werbung eines bekannten Uhrenherstellers bringt es auf den Punkt, wenn sie sagt, dass man bestimmte Uhren nicht besitzt, sondern sie lediglich für die nächste Generation aufbewahrt. Und eines kommt ja noch hinzu – die Werthaltigkeit. Etablierte Marken im Luxussegment sind äußerst wertbeständig, das hat man nicht in vielen Bereichen. Es gibt Uhren, die sind heute das Siebenfache ihres Originalpreises wert. Was macht den Berufsalltag eines Uhrmachers aus? Das kommt natürlich darauf an, wo man arbeitet. In den klas- sischen Uhrenmanufakturen zum Beispiel bauen Uhrmacher Prototypen, beraten in der Konstruktion und in der Bestandteil- herstellung. Da werden mit CAD-Programmen die Einzelteile gezeichnet und dann an der Werkbank hergestellt. Geduld, Präzision, dreidimensionales Vorstellungsvermögen und mechanisch-technisches Wissen sind dabei Voraussetzung. Kenntnisse über Baugruppen und deren Funktionen, Materialien und Montagetechniken muss sich jeder Uhrmacher in seiner Ausbildung aneignen. In Fachgeschäften wie unserem geht es in erster Linie um die Reparatur und Wartung von Uhren. In je- dem Fall ist ein sehr ruhiges Händchen, Konzentrationsfähigkeit und Augenmaß gefragt. Bei Uhrenteilen bewegen wir uns im Bereich von zehntel, hundertstel oder sogar tausendstel Milli- metern. Ohne Lupe geht da gar nichts. Können Uhrmacher eine Uhr eigentlich komplett selbst bauen? Natürlich, das kann jeder Uhrmachermeister – das zeigt er ja, wenn er für die Prüfung sein Meisterstück erstellt. Der Großteil der Uhren wird heute allerdings industriell gefertigt. Wenn ein Uhrmacher eine Uhr selbst baut, muss man je nach Modell mit etwa 500 Arbeitsstunden rechnen – das heißt, ein Uhrmacher schafft pro Jahr etwa drei Stück. Das rechnet sich nicht. Die großen Hersteller arbeiten heute mit vorproduzierten Komponenten, die zum Teil noch einmal bearbeitet und dann zusammengesetzt werden. Gibt es auch Abeler-Uhren? Ja, die gibt es tatsächlich. Wir haben momentan vier Modelle „Abeler & Söhne“ – drei Automatikuhren und eine limitierte Uhr mit Schweizer Handaufzugswerk.

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