cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe
Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 15 14 Eigentlich trägt jeder eine: Armbanduhren sind unsere täglichen Begleiter. Es gibt sie in allen Preislagen und unterschiedlichen Qualitäten. Wir schauen ab und zu drauf, lesen die Uhrzeit ab und denken in den seltensten Fällen darüber nach, welche kleinen Wunderwerke wir eigentlich am Handgelenk mit uns herumtragen. Hier kommt es auf höchste Präzision an, damit das perfekte DIE ZEICHEN DER ZEIT. Faszination Präzision: Uhren, Uhrwerke und Museumsuhren. Zusammenspiel entsteht. Alle Rädchen müssen ineinander greifen – sonst geht gar nichts. Wir haben mit Henrick Abeler, dem Geschäftsführer des gleichnamigen Juweliergeschäfts in Wuppertal, über die Arbeit eines Uhrmachers gesprochen sowie darüber, wie der Spritzguss die Schweizer Uhrenindustrie rettete und warum Uhren mehr als nur Zeitmesser sind. Herr Abeler, wie viele Uhren haben Sie eigentlich? Privat besitze ich zehn Armbanduhren, die ich im Wechsel trage. Als Inhaber eines Uhren- und Juweliergeschäftes ist das ja noch überschaubar. Beobachten Sie einen Trend zur Dritt-, Viert- und Fünft-Uhr? Auf jeden Fall. Früher hatte man ja allerhöchstens zwei Uhren, die „Kommunionuhr“ und eine „Gute“. Das änderte sich Ende der 70er-Jahre, als die Japaner mit den Digitaluhren auf den Markt kamen. Das waren preiswerte Uhren, die sich jeder leisten konnte. Die Schweizer haben dann in den 80er-Jahren mit der Plastikuhr Swatch (eine Wortschöpfung aus „Swiss“ und „Watch“) gepunktet, nachdem fast ein ganzer Industrie- zweig durch die fernöstliche Konkurrenz zusammengebrochen war. Das Besondere war zu der Zeit, dass die Swatch nur aus 53 Teilen bestand, also rund 50% weniger Einzelteile hatte als normale Uhren. Kernelement war der Gehäuseboden, der gleichzeitig als Trägerelement diente und im Spritzgussverfahren hergestellt wurde. Der Erfolg der Swatch und damit verbunden die Entwicklung der Armbanduhr zum modischen Accessoire hat auch dazu beigetragen, dass sich mechanische Uhren wieder durchsetzen konnten. Was macht für Sie als Fachmann die Faszination einer Uhr aus? Also, ich bin ja ein Liebhaber von mechanischen Uhren – diese Uhren leben für mich. Ein mechanisches Uhrwerk ist vielleicht drei Zentimeter groß, es besteht aus bis zu 500 Teilen, von denen manche nur wenige Milligramm wiegen und so klein sind, dass man sie kaum erkennen kann. Wenn man ein solches Meisterwerk zerlegt, sich die Menge der Bauteile ansieht und bedenkt, dass diese alle perfekt ineinandergreifen – das ist für mich immer wieder aufs Neue faszinierend. Und solche Uhren brauchen dann wahrscheinlich auch eine besondere Pflege? Henrick Abeler mit seiner Frau Nadja und seiner Mutter Gudrun.
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