cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 31 30 Davon ist man auch bei KRUG überzeugt: „Wir wollen den 3D-Druck branchenunabhängig einsetzen, uns nicht nur auf den Automobilsektor oder die Elektrobranche fokussieren. Es geht uns vielmehr darum, unserer Innovationsrolle gerecht zu werden. Wenn man diese Technologie nicht mitmacht, verliert man unter Umständen Kunden. Und man darf nicht vergessen, dass es natürlich ein sehr gutes Verkaufsargument ist, wenn wir dieses Verfahren mit anbieten können“, meint Thomas Krug. 3D-Branchen Der größte Bereich, in dem der 3D-Druck eingesetzt wird, ist momentan noch die Medizinbranche. Aber andere Fachgebiete ziehen nach. Prototypen werden in der Kunst, Architektur, im Modellbau, Maschinenbau und im Automobilbau gedruckt. Die kleine Serienfertigung gibt es schon in den Fachgebieten Luft- und Raumfahrt, Medizin und Zahntechnik, Verpackungs- industrie und Bioprinting. „Airbus experimentiert gerade mit Landeklappen, da ist es sehr wahrscheinlich, dass bald die Serienproduktion beginnt“, bemerkt Thomas Krug. So weit ist es bei KRUG noch nicht. Bis der erste 3D-Drucker in Breidenbach steht, wird wohl noch einige Zeit vergehen. „Das heißt aber nicht, dass wir das Thema links liegen lassen. Es ist uns sehr wichtig, unserer generellen Vorreiterrolle gerecht zu werden. Wir haben uns aber dafür entschieden, 3D-Druck zunächst als Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. So können wir Erfahrungen sammeln und den Bereich Schritt für Schritt ausbauen. Die Technik an sich ist zwar mittlerweile aus den Kinderschuhen heraus, der 3D-Druck ist ein anerkanntes Verfahren, aber Verbesserungen lassen sich immer vornehmen. Ziel ist es natürlich, einen Drucker zu kaufen“, so Thomas Krug, der auch betont, dass gerade in der KRUG Gruppe die Vorteile dieser Technologie optimal genutzt werden können – Stichwort MuCell ® , ein Verfahren, das geradezu nach dem 3D-Druck verlangt. Coole Möglichkeiten Und worin liegen die Vorteile? „Im additiven Verfahren ist die Homogenität der Produkte besser, die Strukturen im Inneren sind gleichmäßiger“, so Jan Winkler, Projektmanager bei KRUG. Gerade bei hochkomplexen Formen ist das kontur- nahe Integrieren von Kühl- und Temperierkanälen schwierig, da beim konventionellen Herstellungsverfahren die Kühlboh- rungen am Werkzeug nur geradlinig gebohrt werden können. Beim 3D-Druck kann man viel filigraner arbeiten, da das Material in Schichten aufgebracht wird.“ Die Liste der Vorteile des 3D-Drucks ist lang: Steigerung der Werkzeugproduktivität, höhere Qualität der Spritzlinge, Minimie- rung der Ausschussquote, Reduzierung der Stückkosten, ver- kürzte Produktionszyklen, längere Standzeiten der Werkzeuge. Auch die Oberflächengüte und die mechanischen Fähigkeiten sprechen für sich. Einen weiteren Vorteil erläutert Thomas Krug: „Beschädigungen aller Art können mit dem Drucker repariert werden – jetzt müssen wir noch großflächig schweißen, mit einem 3D-Drucker können wir demnächst ein abgebrochenes Teil einfach wieder drandrucken.“ Dreidimensionales Denken In der Konstruktion bedeutet der 3D-Druck ein Umdenken: Die gestalterische Freiheit ist definitiv größer. Die Bedienung des Druckers hingegen ist einfach. Der Anwender braucht zwar eine spezielle Schulung, aber wenn der Drucker einmal druckt, dann druckt er. Und das kann mitunter Tage dauern – je nach Größe des Werkzeugs. Deshalb ist es auch unwahr- scheinlich, dass diese Technologie andere Fertigungsverfahren verdrängt. 3D-Druck ist (noch) zu langsam im Vergleich zur herkömmlichen Massenproduktion. Darüber hinaus zu kostenintensiv: Die Werkzeugkosten sind höher und auch das Druckmaterial ist sehr teuer. Eigentlich rechnet sich das Verfahren erst ab einer Stückzahl von einer Million. Bei Einzelanfertigungen oder Prototypen hingegen geht die Rechnung von vornherein auf. 3D und 4.0 Dass der 3D-Druck Veränderungen mit sich bringt – auch im privaten Sektor –, steht außer Frage. Wie sie sich auswirken, steht auf einem anderen Blatt. Spannend ist die Entwicklung auf jeden Fall, besonders im Hinblick auf Industrie 4.0. Die intelligente Fertigungstechnologie, bei der Maschinen und industrielle Prozesse miteinander vernetzt werden, ist auf dem Vormarsch. In Verbindung mit den additiven Technologien kann dem Bedürfnis der Kunden nach flexiblen, individuell auf die spezifischen Anforderungen zugeschnittenen Produkten mehr denn je entsprochen werden. DREIDIMENSIONALES DRUCKEN BIETET UNENDLICHE MÖGLICHKEITEN

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