cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 35 34 So, da stehen wir nun: an der Schwelle zur vierten industriellen Revolution, kurz Industrie 4.0 genannt. Hier geht es um Smart Factory, um das Internet der Dinge, um hybride Produkte. Schöne neue Welt? Nein, denn eigentlich sind wir schon mitten- drin. Industrie 4.0 meint die intelligente Fertigungstechnologie, bei der Maschinen und industrielle Prozesse miteinander vernetzt werden. Der Begriff steht für eine hochflexible, individualisierte und ressourcenschonende Massenproduktion in Fabriken, in denen Maschinen, Werkstoffe und Produkte untereinander kommunizieren. Auf den Punkt gebracht: Bauteile tauschen eigenständig mit Produktionsanlagen Informationen und Befehle aus, ohne dass der Mensch eingreifen muss. Die vierte industrielle Revolution Industrie 4.0 ist der Name des Zukunftsprojekts in der High- tech-Strategie der Bundesregierung, der in Zusammenarbeit mit diversen Unternehmen und Fachverbänden entwickelt wurde. Anders als bei den vorhergehenden industriellen Revolutionen also eine ganz andere Vorgehensweise – denn alle anderen Revolutionen bekamen im Nachhinein ihren Namen. Mit dieser vierten, zukunftsgerichteten Revolution hingegen soll Aufbruchsstimmung verbreitet werden. Historischer Fortschritt Die erste industrielle Revolution wurde durch die Erfindung der Dampfmaschine geprägt – mechanische Produktionsanlagen veränderten die Wirtschaft am Ende des 18. Jahrhunderts grundlegend. Mit der zweiten industriellen Revolution wird ge- meinhin die Einführung der Elektrizität Ende des 19. Jahrhunderts gekennzeichnet, die zu der arbeitsteiligen Massenproduktion mit Hilfe von elektrischer Energie führte. Während der dritten indus- triellen Revolution in den 70-er Jahren standen die Computer im Mittelpunkt, die erstmals nicht nur mechanische Aufgaben, sondern auch die „Kopfarbeit“ der Menschen übernahmen. Und jetzt eben die Digitalisierung. Industrie 4.0 Unter diesem Begriff wird ein Konzept verstanden, das die bis- herigen, auf zentralen Entscheidungsmechanismen beruhenden Produktionsstrukturen ablösen und zu einer dezentralen Selbst­ organisation führen soll. In Zukunft wird es selbststeuernde, wissensbasierte und sensorgestützte Systeme geben, die eine hochflexible Serienproduktion individueller Produkte ermöglichen. Dabei werden Kunden und Partner in die Wertschöpfungspro- zesse integriert und Datenbestände automatisch synchronisiert. Es kommt also zu einer Vernetzung der realen und der virtuellen Welt, es kommt zum Internet der Dinge. Das Internet der Dinge Im Internet der Dinge werden Produktionssysteme untereinander und mit dem Internet vernetzt. Produkte nutzen selbstständig das Internet, um Informationen auszutauschen – menschliche Hilfe ist überflüssig. Werkstücke werden mit Funkchips ausgestattet, die über ein digitales Gedächtnis verfügen, in dem sämtliche Informationen gespeichert sind, und bestimmen damit ihre Produktionsschritte selbst – man spricht von hybriden Produkten. Smart Factory Die Smart Factory ist die intelligente Fabrik. Alle Maschinen kommunizieren miteinander. Jede einzelne weiß, was sie zu tun hat. Ob große Stückzahlen des gleichen Produkts oder individuelle Fertigung in Losgröße 1. Für die digitale Vernetzung sind natürlich Daten und Informationen nötig, damit diese Industrie 4.0 – in vielen Unternehmen ist intelligente Fertigungstechnologie bereits integriert.

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