cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 37 36 Die Industrie 4.0 bietet viel Potenzial für qualifizierte Fachkräfte. Selbststeuerung reibungslos funktioniert. Vollautomatisch ist dann das Unternehmen mit Lieferanten, Partnern und Märkten vernetzt, die Fabrik wird zu einer hochflexiblen Produktionsstätte. In der Smart Factory gibt es keine Produktionsausfälle, denn die Maschinen und Anlagen können sich selbst konfigurieren und in die Produktion integrieren. Intelligente Maschinen und Werkstücke reservieren zum Beispiel Bearbeitungsschritte innerhalb des Fertigungsprozesses, buchen Anlagen, bestellen Materialien und kontrollieren automatisch die Ausführung. Sie organisieren die Auftragsreihenfolge und auch die Wartung. Herausforderung für die IT Um das zu ermöglichen, sind die IT-Abteilungen der Unterneh- men gefragt. Bestehende Systeme müssen sicherer gemacht und an moderne Cloud-, Mobilitäts- und Analysefunktionen angepasst werden. Datensicherheit wird hier ein noch größeres Thema werden, als es ohnehin schon ist: Das firmeninterne Know-how muss geschützt und Produktionsnetzwerke müssen sicher gestaltet werden. Das Potenzial der vernetzten Fabrik und der produzierten Produkte – egal in welcher Branche – ist enorm. Was ändert sich dadurch? Eine ganze Menge! Produktionskosten und Lieferzeiten können ge- senkt, die Flexibilität kann erhöht werden. Die Produktion lässt sich beschleunigen, Material und Energie können eingespart werden, die Logistik verbessert sich. Insgesamt lässt sich die Kundenzufrieden- heit deutlich erhöhen. Das ist aber nur die eine Seite. Auf der anderen stehen die Vorteile durch die Generierung von Zusatzgeschäften. Individuelle Massenproduktion Der Trend geht von der Masse zur Individualität. Das lässt sich schon im Alltag an vielen Stellen verfolgen: Im Internet kann man sich sein Müsli selbst zusammenstellen – Schoko- lade übrigens auch –, Turnschuhe können individuell designt werden. Während die reine Massenfertigung längst von China und Südkorea übernommen wurde, können durch das Konzept Industrie 4.0 spezialisierte und individuelle Produkte kosten- günstig hergestellt werden. Zwar wird es in verschiedenen Bereichen auch weiterhin Massenprodukte geben, doch die meisten Kunden verlangen individuelle, flexible, auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Produkte. In Zeiten von Industrie 4.0 wird dies möglich – selbst Losgröße 1 kann sich rechnen. Kostet Digitalisierung Arbeitsplätze? Ja, klassische Arbeitsplätze fallen durch intelligente Maschinen und Produkte weg. Im Gegenzug werden aber auch neue, andere Arbeitsplätze geschaffen. Das hat es in der Geschichte schon immer gegeben, denn wir entwickeln uns seit geraumer Zeit von einer Arbeitsgesellschaft hin zu einer Wissensge- sellschaft. Ungelernte Arbeitskräfte werden nur noch selten gebraucht. Die Zukunft gehört denen, die zum Beispiel die Soft- ware für die digitale Fabrik schreiben, die intelligente Maschinen entwickeln und warten. Hier gibt es viel Potenzial für qualifizierte Fachkräfte. Und die Verantwortlichen sind gut beraten, solche Mitarbeiter langfristig an ihr Unternehmen zu binden – gerade im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung und den zu erwar- tenden Fachkräftemangel. Die Chancen Mit der intelligenten Produktion, in der sich alle Objekte durch den eigenständigen Daten- und Informationsaus- tausch gegenseitig steuern, lassen sich industrielle Prozesse im Engineering, in der Materialverwendung und Produktion sowie im Lieferketten- und Lebenszyklusmanagement grundlegend verbessern. Durch die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Wertschöpfungsprozesse können individuelle Anforderungen flexibel, rentabel und kurzfristig umgesetzt werden. Die Vernetzung muss auch nicht am Fabriktor enden – selbst Unternehmen können Informationen austauschen. So können sich beispielsweise Maschinen bei Partnerunternehmen erkundigen, ob sie Kapazitäten für Bearbeitungsschritte frei haben oder ob Bauteile verfügbar sind. Alles nur Utopie? Nein! Es gibt schon heute einige Beispiele von Unternehmen, die auf dem Weg zur vernetzten Smart Factory sind. Gleichfalls gibt es Produkte, die über ihre eingebauten Sensorchips und die gespeicherten Daten Zusatzgeschäft für die Unternehmen generieren können – beispielsweise im Bereich Service und Wartung.

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