cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 39 38 Die KRUG Gruppe ist weiterhin auf Wachstumskurs. Jetzt geht’s Richtung Osten, genauer gesagt nach Meerane, in die sächsische Kleinstadt im Nordwesten des Landkreises Zwickau. Meerane galt früher als wichtiger Standort für die Textilindustrie. Auch die Automobilbranche hat sich hier angesiedelt: Bis 1991 wurden im Meeraner Karosseriewerk Karosserien für unterschiedliche Trabant-Modelle gefertigt. Heutzutage ist von der Textilindustrie nicht mehr viel übrig geblieben, dagegen hat sich der Automobilsektor stark weiter- entwickelt. In den vergangenen Jahren siedelten sich zahlrei- che renommierte Automobilzulieferer an, darunter vier große Systemzulieferer, die für das in unmittelbarer Nähe gelegene VW-Werk Mosel, eine der modernsten Automobilfertigungs- stätten weltweit, produzieren. Mit der Ausweitung der Automo- bilfertigung in Sachsen haben auch die Meeraner Unternehmen ihre Bandbreite vergrößert. Dazu gehört vor allem die Fertigung für das Porsche-Werk in Leipzig. Auf gute Nachbarschaft In der Automobilbranche ist der Trend zur Lokalisierung beziehungsweise Regionalisierung ungebrochen. Und jetzt ist auch die KRUG Gruppe mit von der Partie. „Wir waren schon länger auf der Suche nach einem geeigneten Standort, um unseren Kunden näher zu sein“, so Lars Kolbe, Geschäfts- führer des Standortes Meerane und Kaufmännischer Leiter „DIE HESSE KOMME!“ Der neue KRUG-Standort in Meerane. KRUG Kunststofftechnik und KRUG Formenbau. Die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG liegt jetzt nur noch einen Steinwurf von der neuen KRUG-Halle entfernt. Brose ist der weltweit fünftgrößte Automobilzulieferer in Familienbesitz, der sich auf innovative mechatronische Systeme für Fahr- zeugtüren und -sitze sowie Elektromotoren spezialisiert hat. Rund 24.000 Mitarbeiter an 60 Standorten in 23 Ländern erwirtschaften einen Umsatz von 5,2 Milliarden Euro. Passt perfekt Ein neuer Standort, eine umgebaute Halle, neue Maschinen, neue Mitarbeiter – das klingt nach einem langwierigen Prozess, oder? „Im Grunde genommen ging alles relativ schnell. Klar, wenn man die ersten Überlegungen mit einrechnet, ist das schon ein Prozess, der mehrere Jahre dauert. Aber als wir die Halle in Meerane gefunden hatten, hat es weniger als ein Jahr gedauert“, so Kolbe. Auch der Zufall hat eine Rolle gespielt: „Während eines Telefonats mit unserer Serieneinkäuferin von Brose habe ich beiläufig von unseren Plänen berichtet. Bereits am nächsten Tag hatte ich ein E-Mail vom Bürgermeister in meinem Postfach. Und was soll ich sagen, der Standort ist für uns einfach perfekt. Wir hatten natürlich noch andere Angebote vorliegen, aber Meerane hat sie alle übertrumpft, wie unsere Nutzwertanalyse gezeigt hat“, so Kolbe. Warum eigentlich ein neuer Standort? Das zeigt sich, wenn man die KRUG-Kunden näher betrachtet. Brose ist einer, Mahle ein anderer. Brose sitzt ebenfalls in Meerane, Mahle im nahe gelegenen Tschechien. „Die Logistikkosten darf man nicht unterschätzen, sind diese doch ein Wettbewerbsfaktor“, so Kolbe, „der neue Standort spart uns rund 350 Kilometer. Da geht die Rechnung trotz der hohen Investitionskosten auf.“ Es gibt aber noch zwei weitere Gründe: Der Platz- und der Fachkräftemangel. Die räumlichen Kapazitäten in Breidenbach sind ausgeschöpft, in den vorhan- denen Hallen ist definitiv kein Platz mehr. Neue Mitarbeiter zu finden ist schwierig, in der Region liegt die Arbeitslosenquote nur bei 3 %. Mit dem Standort in Meerane hat man so gleich drei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Lagerhalle wird Produktionshalle An Investitionen sind rund 3,7 Millionen Euro in den neuen Standort geflossen. Die Halle wurde bis 2012 von einer Firma als Hochregallager für Nutzfahrzeugzubehör genutzt und stand drei Jahre lang leer. Bevor die neuen Maschinen Einzug halten konnten, musste zunächst eine Umwidmung vorgenommen Eingangsbereich des neuen KRUG-Standorts in Meerane.

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