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Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 45 44 Corporate Governance in Breidenbach Theoretische Abhandlungen über die Verantwortung von Unternehmen werden in rauen Mengen verfasst. Es klingt auch immer toll – aber wie sieht die praktische Umsetzung aus? Was passiert in einem Unternehmen wie KRUG, das nach den Corporate-Governance-Vorgaben arbeitet? „Was unsere Arbeitsweise angeht, hat sich eigentlich nicht viel verändert“, betont Jochen Krug, Geschäftsführer der KRUG Kunststofftechnik. „Es ist schließlich nicht so, dass wir jahrelang verantwortungslos gehandelt hätten und jetzt auf einmal alles auf den Kopf gestellt haben und nichts mehr so ist, wie es vorher war.“ KRUG ist durch seine Werte und seine Geschäftspolitik überhaupt erst erfolgreich geworden. „Seit Gründung unseres Unternehmens sind Werte wie Ehrgeiz, Sicherheit, Innovation und Nachhaltigkeit fest in unserem Arbeitsalltag verwurzelt. Ich würde sogar sagen, dass wir ohne diese Grundwerte heute nicht so dastehen würden, wie wir es tun. Wenn wir nicht von Anfang an verantwortlich und fair gehandelt hätten, hätten wir unseren Kundenstamm und unsere langjährigen Kundenbeziehungen gar nicht erst aufbauen können.“ So wie Jochen Krug es beschreibt, ist es in vielen Unterneh- men – verantwortungsvolles Handeln ist an der Tagesordnung, auch wenn es nicht ausdrücklich formuliert und niederge- schrieben wird. Mit dem Wachstum allerdings wächst auch die Verantwortung, Zertifizierungen machen die Einhaltung und Dokumentation diverser Richtlinien notwendig. „Wir haben schon einige Zertifizierungen, zum Beispiel gemäß ISO 9001, ISO 50001, ISO 14001 und ISO/TS 16949, mit denen wir nachgewiesen haben, dass wir Standards in den und auch das individuelle Unternehmensleitbild aufgelistet. Er basiert im Wesentlichen auf den gesetzlichen Vorschriften zur Leitung und Kontrolle deutscher börsennotierter Gesellschaften. Darüber hinaus enthält er in Form von Empfehlungen und Anregungen international und national anerkannte Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung. Code of Conduct und Code of Compliance Der Code of Conduct oder auch Code of Compliance ist ein Verhaltenskodex, eine Aufstellung von Richtlinien beziehungs- weise Regelungen, die sich ein Unternehmen selbst auferlegt – und zwar freiwillig. Die formulierten Handlungsweisen bieten allen Mitarbeitern Orientierung hinsichtlich der Unternehmens- philosophie, gelten also als Richtlinien für verantwortungsvolles Handeln. Eine gute Corporate Governance trägt wesentlich zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg bei. Der Begriff „nachhaltig“ wird in diesem Zusammenhang längst nicht mehr nur auf den Bereich Ökologie bezogen. Es geht um viel mehr. Nachhaltigkeit Mit Nachhaltigkeit ist ursprünglich die zukunftsfähige Entwicklung gemeint, die den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen ermöglicht. Die Betonung liegt auf den natürlichen Grundlagen. Heute wird der Begriff weiter gefasst, er beinhaltet neben rein ökologischen Aspekten auch die Bereiche Soziales und Ökonomie. Nachhaltigkeitsbericht Die heutigen Nachhaltigkeitsberichte haben sich aus den ursprünglichen Umweltberichten der Unternehmen entwickelt. Hier werden, wie der Name schon sagt, Leistungen und Ak- tivitäten im Bereich Nachhaltigkeit dargestellt. Dieser Bericht bildet mittlerweile einen wichtigen Bestandteil der Informati- onspolitik eines Unternehmens. Die Wirkung darf man nicht unterschätzen: Immer mehr Verbraucher wollen heute wissen, wie Produkte hergestellt werden, und beziehen insbesondere ökologische sowie soziale Faktoren in ihre Kaufentscheidung mit ein. Deshalb reicht es auch nicht, wenn das Unternehmen selbst mit einem hervorragenden Nachhaltigkeitsbericht glänzen kann, seine Zulieferer aber nicht. Mit einem guten CO 2 -Fußabdruck und fairen Arbeitsbedingungen können Unternehmen Verbraucher immer mehr von ihren Produkten überzeugen. Es geht aber nicht nur um den Verkauf der Produkte und um das Vertrauen der Partner, sondern auch intern kann sich ein Nach- haltigkeitsbericht äußerst positiv auswirken, denn er fördert die Mitarbeiterbindung. Und er kann das Zünglein an der Waage sein, wenn es um die Gewinnung neuer Mitarbeiter geht – ein gewich- tiges Argument in Zeiten des drohenden Fachkräftemangels.

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