cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe

Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 19 18 arbeitet, weiß, wie der andere „tickt“ und kann individueller auf die jeweiligen Anforderungen eingehen. Dazu kommen die meist flachen Hierarchien, vieles kann mal eben so „zwischendurch“ besprochen werden, ohne dass erst ein riesiger Verwaltungs- Apparat aktiviert werden muss. Eine enge Zusammenarbeit mit allen Marktpartnern – Kunden und Zulieferern – erleichtert ein schnelles Handeln. Auch wenn kurzfristig reagiert wird, ist dies in einem langfristigen Kontext zu sehen. Kurze Wege, ein Wort, das noch was gilt. Die typischen Unternehmer-Tugenden finden sich auch heute noch in den Familienbetrieben. Macht doch mal was Neues! Aufgrund ihrer Führungsstruktur sind die meisten Familienunter- nehmen gut für die Zukunft, besonders für die digitale Zukunft, gerüstet. Sie können schneller, flexibler und auch pragmatischer reagieren. Wenn es um die Entwicklung neuer Produkte geht, brauchen sich Familienunternehmen nicht hinter internationalen Großkonzernen zu verstecken. In Deutschland hat über ein Viertel in den letzten drei Jahren mindestens ein neues Produkt erfolgreich auf den Markt gebracht. Die anderen waren aber auch nicht tatenlos – jedes zweite große Familienunternehmen hat aus eigener Innovationskraft seine Produktpalette erweitert und das Service-Angebot verbessert. Bundesweit haben Deutschlands größte Familienunternehmen im Schnitt 3,1 Pro- zent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert. Und viele planen, diese Ausgaben in den nächsten Jahren noch zu vergrößern, um langfristig zu wachsen. Langfristige Ausrichtung Hier geht es nicht um die schnelle Mark, es geht um die Schaffung von Werten und deren Erhaltung. Das wirkt sich nicht nur auf die Strategie des jeweiligen Unternehmens aus, das bietet auch Vorteile für die Kunden. Zum Teil sind es über Jahre gewachsene Geschäftsbeziehungen, welche die Unternehmen miteinander verbinden – manche sind sogar gemeinsam groß geworden. Das unternehmerische Handeln eines Familienunternehmens hat – je nach Alter – tiefe Wurzeln und ist von Traditionen geprägt. Das schafft für alle Beteiligten langfristige Perspektiven. Natürlich wollen Chefs Gewinn machen, aber im Fokus stehen nicht schnelle Umsatz- und Ge- winnsteigerungen, nicht die Steigerung des Shareholder-Value. Die Strategie ist langfristig ausgerichtet, das Unternehmen soll an die nächste Generation weitergegeben werden. Ein Familien­ unternehmen, bzw. die Leitung eines solchen, berechtigt zu vielem – es verpflichtet aber auch. Die Nachfolger warten schon Schwierig kann es werden, wenn es um die Unternehmens- nachfolge geht, wenn der Platz auf dem Chefsessel für die nächste Generation frei wird. Längst ist es nicht mehr so, dass erst mit der Testamentseröffnung der Nachfolger bekannt gegeben wird. Heute wird die Übergabe schon viel früher in die Wege geleitet. Aus gutem Grund: bei einer plötzlichen Krankheit oder sogar Tod des Chefs können die steuerlichen Nachteile beim Erben existenzbedrohend sein und das Ende eines Familienunternehmens bedeuten. Experten raten, die Nach- folge schon fünf, besser noch zehn Jahre vor dem geplanten Ruhestand zu regeln. Denn vieles ist komplizierter geworden – Stichwort Patchwork-Familien. Heute gibt es nicht mehr den einen Erben der Familiendynastie. Kinder aus mehreren Ehen, Stiefkinder und nichteheliche Lebensgemeinschaften machen das Vererben komplizierter. Es gibt nicht mehr nur die Bluts- verwandtschaft, sondern auch die Wahlverwandtschaft. Immer häufiger trifft man auch auf die Verweigerer, auf die Kinder, die kein Interesse an dem elterlichen Unternehmen haben – das wäre früher undenkbar gewesen. Gerade heute, in Zeiten, in denen die Vertreter der Generation Y langsam zum Zuge kommen, wird die neue „Denke“ zum Problem in der Nach- folgeregelung. Die Generation Y hinterfragt Arbeitsmethoden, Führungsstile und Strategien, sie stellt die Sinnfrage. Und die Antwort lautet häufig: Geld und Karriere sind nicht alles. Wettbewerbsvorteil Familienunternehmen Familienunternehmen haben etwas, das andere Gesellschaften nicht haben – einen Vertrauensbonus. Und den können sie ausspielen. Im Wettbewerb kann die persönliche, verantwor- tungsvolle Rolle eines inhabergeführten Unternehmens richtig eingesetzt viele Vorteile bringen und helfen, langfristige Ge- schäftsbeziehungen aufzubauen. Der globale Wettbewerb, die zunehmende Digitalisierung und der demografische Wandel stellen Familienunternehmen vor große Herausforderungen. Viele sehen die Herausforderung aber als Chance und können durch ihre meist innovationsge- prägte Unternehmensausrichtung auf die neuen Anforderungen reagieren. Die erfolgreichsten und langlebigsten Familienunter- nehmen haben einiges gemeinsam: Sie sind in Finanzdingen eher konservativ, sie sind sensibel gegenüber ihrem Umfeld, sie sind sich ihrer eigenen Identität bewusst und aufgeschlossen gegenüber neuen Ideen. „Der Vater erstellt’s, der Sohn erhält’s, dem Enkel zerfällt’s“ – mit den richtigen Strategien können Familienunternehmen diese Weisheit Lügen strafen. Quelle: Stiftung Familienunternehmen Anteil an allen aktiven Unternehmen Anteil an der Gesamtbeschäftigung Anteil am Gesamtumsatz DIE VOLKSWIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG FAMILIENKONTROLLIERTER UNTERNEHMEN IN DEUTSCHLAND 91% 56% 48%

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