cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe
Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 17 16 In Deutschland gibt es rund 3 Millionen kleine und mittelstän- dische Unternehmen, das sind 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland. 91 Prozent davon sind historisch gewachsene Familienunternehmen. Der Mittelstand erbringt die größte Wirtschaftsleistung, beschäftigt die meisten Mitarbeiter und trägt 48 Prozent zum deutschen Gesamtumsatz bei. Außerdem trägt er erheblich zum Steueraufkommen bei: so haben die 500 größten Fa- milienunternehmen durchschnittlich 28 Prozent Steuern auf den Gewinn (2009 bis 2013) abgeführt. Im Gegensatz zu den DAX-Konzernen, die nicht in Familienhand sind – hier waren es nur 25 Prozent. Betrachtet man die Kapitalstruktur, werden weitere Unter- schiede sichtbar: Mit 50 Prozent verfügen sie über eine deutlich höhere Eigenkapitalquote als Nicht-Familienunter- nehmen – hier liegt sie bei 36 Prozent – und sind weniger verschuldet. Auch die Beschäftigtenzahlen sprechen eine deutliche Sprache: In Familienunternehmen wächst die Mitarbeiterzahl durchschnittlich um 27 Prozent, bei Nicht- Familienunternehmen sind es lediglich 6 Prozent. Sie erzielen 48 Prozent der Umsätze und stellen ca. 56 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse in Deutschland. Mehr als drei Viertel aller Familienunternehmen haben einen Umsatz von weniger als 1 Mio. Euro. In Deutsch- land finden sich aber im Vergleich zu vielen anderen Industrie nationen auffallend viele, sehr große Familienunternehmen: mehr als 170 Umsatz-Milliardäre gibt es unter ihnen. Erfolgreiche Familienunternehmen schaffen Werte, sie sind Motor für Märkte. Sie wachsen langsamer, aber dafür auch risikoärmer. Sie arbeiten mit dem Geld ihrer Familie, also ihrem eigenen Geld – und das setzt man nicht leichtfertig aufs Spiel. Wachstum ja, aber nicht um jeden Preis lautet ihr Credo. Arbeiten im Familienunternehmen Früher gab es das noch: einen Job auf Lebenszeit. Das ist heu- te vorbei, eine Garantie gibt es nicht mehr. Oder doch? Gerade in den familiengeführten Unternehmen herrscht oftmals eine andere Haltung, wird mehr Verantwortung für die Mitarbeiter übernommen. Hier kann man wirklich noch von Ausbildung bis Rente seine Arbeitszeit verbringen – wenn man nicht gerade goldene Löffel klaut. Familienunternehmen bauen kontinuierlich Arbeitsplätze auf, was man von vielen DAX-Unternehmen nicht gerade behaupten kann. Umfragen zeigen, dass die Mitarbeiter- Zufriedenheit deutlich höher ist. Gerade in kleinen Städten sind sie zudem ein wichtiger Faktor für das Gemeinwohl. Sie sind meistens der größte Arbeitgeber vor Ort. Je nach Alter des Unternehmens haben schon ganze Generationen in der Firma gearbeitet – Großeltern, Eltern, Kinder. Das gibt Sicherheit, man fühlt sich verbunden, der Chef kennt seine Mitarbeiter beim Namen. Viele Unternehmen enga- gieren sich in unterschiedlichen Bereichen für ihre Stadt. Das geht von der Ausbildung im Betrieb über soziales Engagement bis hin zu Kulturförderung. „In der Region, für die Region“ ist hier mehr als eine Plattitüde, es ist ein gelebtes Versprechen. Tradition trifft Innovation: deutsche Familienunternehmen. Das kommt bei vielen gut an. Bei allen Vorteilen, die ein großer Konzern bieten kann, überwiegen heute leider die Negativ- Schlagzeilen: hohe Entlassungszahlen, Umstrukturierungen, eine anonyme Führungsriege, die eh nicht lange auf ihrem Posten sitzt und nur eine Gewinnmaximierung anstrebt. Familienunternehmen können einiges dagegensetzen. Erfolgsmodell Vertrauen Familienunternehmen sind näher am Markt und näher an ihren Kunden. Die Geschäftsbeziehungen bestehen zum Teil schon seit Jahren. Man kennt sich, hat durch diverse gemeinsame Pro- jekte Vertrauen aufbauen können. Wer schon lange miteinander
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