cube | Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe
Das Kundenmagazin der KRUG Gruppe 39 38 Der Prüf- und Montageautomat in Meerane. NEUES AUS MEERANE. Ein Update zum Sachsen-Standort. 2014 wurden erste Gespräche geführt, rund 3,7 Millionen Euro sind investiert worden – der neue KRUG-Standort in Meerane läuft mittlerweile reibungslos im 3-Schichtbetrieb. Von der Umwidmung der ehemaligen Lagerhalle im März 2016 bis zur Erst-Zertifizierung hat sich einiges in Sachsen getan. Was genau, darüber haben wir mit Lars Kolbe, dem Geschäftsführer des Standortes Meerane und kaufmänni- schem Leiter der KRUG Kunststofftechnik, gesprochen. Herr Kolbe, wie hat sich der Standort Meerane in den letzten Monaten entwickelt? „Was die Personal- und Maschinenausstattung angeht, sind wir gewachsen. Gestartet sind wir mit fünf Spritzgussmaschinen – vier Spritzgussmaschinen mit je 300 und 400 t Zuhaltekraft sowie eine MuCell ® mit 800 t – und 18 Mitarbeitern. Jetzt haben wir sieben Maschinen und auch eine Messmaschine, die serienbegleitend misst, und 25 Mitarbeiter. Seit Januar 2016 läuft alles so, wie es soll, sämtliche ‚Kinderkrankheiten’ sind vollständig ausgemerzt.“ Ist eigentlich nur die Fertigung in Meerane angesiedelt oder noch andere Bereiche? „Meerane ist für die KRUG Gruppe ein reiner Produktions standort. Einkauf, Personalwesen und andere kaufmännische Arbeiten werden weiterhin von Breidenbach aus gesteuert.“ Ist die Produktion schon voll angelaufen? „Ja, alle Freigaben des Kunden liegen vor, sodass wir mit der Produktion richtig durchstarten können. So ein Freigabeprozess ist ziemlich langwierig, wir haben alles in allem 12 Monate gebraucht. Jetzt können wir endlich unseren logistischen Vorteil ausnutzen – einer der Haupt gründe, warum wir uns überhaupt nach einem neuen Standort im Osten umgesehen haben. Nun sind wir viel näher an unseren Automotive-Kunden Brose und Mahle dran, genauer gesagt 350 Kilometer. Das rechnet sich – trotz der hohen Investitionskosten.“ Wie ist die Beziehung zwischen den Mitarbeitern in Breidenbach und Meerane? Gibt es überhaupt welche? „Die neuen Einrichter und Schichtführer waren alle bei uns vor Ort und sind umfassend eingearbeitet und geschult worden. In der Zeit wurden auch erste Kontakte geknüpft. Außerdem haben wir ja schon 2015 in Breidenbach eine Weihnachtsfeier veranstaltet, an der auch die neuen Kollegen aus Meerane teilgenommen haben. Im Juli 2016 haben wir dann in Meerane ein Sommerfest gefeiert, mit Bier und Würstchen und traditionellem Mutzbraten. Wir hier aus Breidenbach sind per Bus nach Sachsen gefahren. Dabei ging es nicht nur ums Feiern – die Besichtigung des neuen Werkes gehörte natürlich auch dazu, denn nicht alle von uns haben es schon gesehen. Man merkt, dass wir im Laufe der letzten Monate zusammengewachsen sind, auch wenn uns viele Kilometer trennen. Die Mitarbeiter in Meerane tragen selbstverständlich auch schon unser neues Team-Outfit. Wir sind halt eine Gruppe – die KRUG Gruppe.“ Die neue ZEISS Koordinaten-Messmaschine. Gibt es eigentlich weitere Pläne für Meerane oder ist es noch zu früh, darüber nachzudenken? „Sagen wir mal so: Die Halle ist groß genug, wir könnten noch weitere fünf Maschinen aufstellen und zusätzliche 15 Mitarbeiter einstellen. Aber das ist noch Zukunftsmusik, jetzt müssen wir erst mal die Produktivität mit den vorhandenen Faktoren steigern.“ Was heißt das genau? „Wir müssen die bestehenden vorgegebenen Prozesse trainieren und einhalten. Der Spritzgussprozess als solches muss sich einspielen – ein Bauteil darf zum Beispiel nicht 56 Sekunden brauchen, wenn es auch in 40 Sekunden geht.“
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